Fördermöglichkeiten barrierefreies Bad

KfW-Förderung mit dem Programm "Altersgerecht Umbauen"

Das KfW-Programm fördert alle Maßnahmen, die Barrieren reduzieren und das Wohnen angenehmer machen. Das Besondere dabei ist, dass die Förderung sogar unabhängig vom Alter und jeglicher Einschränkung (z.B. Behinderungen) der Nutzer ist. Dabei können unterschiedliche Förderbausteine gewählt und miteinander kombiniert werden.
Einer dieser Förderbausteine betrifft den Einbau von Sanitärobjekten in Sanitärräumen und damit den Einbau einer bodenebenen Dusche. Der Duschplatz muss dabei zum angrenzenden Bodenbereich niveaugleich gestaltet werden und darf nicht mehr als 2 cm abgesenkt sein. Die Beläge müssen mindestens rutschhemmend sein.

Variante 1 des Programms "Zuschuss" Nr. 455
Im Rahmen des Programmes Nr. 455 wird kein Kredit gewährt, sondern der Antragsteller erhält 5% der förderfähigen Kosten (Material- und Lohnkosten der Umbaumaßnahme) von der KfW Bankengruppe zurück, wenn mindestens 6.000 Euro investiert werden.

Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.

Beispiel:
Kosten der Umbaumaßnahme: 7.500 Euro
Zuschuss 5%: 375 Euro

Variante 2 des Programms "Kredit" Nr. 155
Im Rahmen des Programmes Nr. 155 wird kein Zuschuss, sondern ein zinsgünstiger Kredit für bis zu 100% der förderfähigen Kosten (Material- und Lohnkosten der Umbaumaßnahme) gewährt. Das Darlehen wird zu dem am Tag der Zusage der KfW Bankengruppe geltenden Programmzinssatz gewährt.

Aktuell (Stand 01.02.2011) beträgt der Zinssatz bei einer Kreditlaufzeit von 10 Jahren nur 1,61% effektiv.

Aktuelle Informationen, Konditionen sowie Antragsformulare stehen bei der KfW Bankengruppe zur Verfügung.

Zuschüsse der Pflegekassen

Pflegemittel und technische Hilfen §40 SGB XI
Auch die Pflegekassen gewähren einen Beitrag für das barrierefreie Umbauen. Antragsberechtigt sind Pflegebedürftige ab Pflegestufe 1. Diese können bei der Pflegekasse einen Antrag zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds stellen. Die gesetzliche Grundlage ist durch § 40 Abs. 4 SGB XI geregelt.
Ziel ist es, dem Pflegebedürftigen eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen und somit die Abhängigkeit zu verringern.

Zuschüsse sind auf 2.557,00 € begrenzt. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach den Kosten der Maßnahme und den persönlichen Einkünften des Antragstellers. Hierbei beträgt der Eigenanteil an den Kosten 10% der Bruttoeinkünfte des Pflegebedürftigen, jedoch max. 50% der monatlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt.
Für weiterführende Informationen oder Anträge stehen die Krankenkassen / Pflegekassen oder die Pflegeberatungsstellen der Städte und Gemeinden zur Verfügung.

Beispiel:
Kosten für den Einbau einer bodengleichen Dusche inkl. Fliesenarbeiten: 2.750.00 €
monatliche Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt des Pflegebedürftigen: 450,00 €
Eigenanteil: 225,00 €
Zuschuss der Pflegekasse: 2.525,00 €

Die Voraussetzungen für eine Genehmigung sowie die Aktualität der dargestellten Förderprogramme und die Rahmenbedingungen sind bei den zuständigen Stellen zu erfragen.